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Ohrenkorrektur

Abstehende Ohren - große Ohren, Ohren anlegen - Ohren verkleinern


Ohren sind zum Hören da. Doch sie sind noch weit mehr als das. Ob klein, ob groß, mit Ohrringen oder ohne: Unsere Ohren rahmen unser Gesicht ein.

Große oder abstehende Ohren ziehen die Blicke auf sich und lenken vom Gesicht ab. Für viele Menschen ist das unangenehm und belastend.

Man muss sich damit aber nicht abfinden. Durch das Ohrenanlegen, einer Ohrenverkleinerung oder einer Ohrenkorrektur kann man etwas dagegen tun. Die Nachfrage nach Ohrenkorrekturen besteht in beinahe jedem Lebensalter, vom Kindes- bis ins Seniorenalter. 

OHRENKORREKTUR BEI KINDERN UND ERWACHSENEN - DER RICHTIGE ZEITPUNKT?

Bei Kindern wird die Anlegung der abstehenden Ohren bereits vor der Einschulung, d.h. im 5. Lebensjahr empfohlen. Denn unter Kindern sind abstehende Ohren oft Anlass für Hänseleien durch Mitschüler. Und genau davor kann das Kind durch eine frühzeitige Korrektur bewahrt werden. Die Operation ist bereits im Kindesalter möglich, weil die Ohrmuschel schon früh nahezu ausgewachsen ist.

Auch Erwachsene lassen häufig eine Ohrenanlegung oder Ohrenkorrekturen durchführen. Manch eine(r) holt auf diese Weise nach, was im Kindesalter versäumt wurde. Das ist nur allzu verständlich, denn abstehende Ohren fallen bei Kurzhaarfrisuren besonders auf und schränken ein bei der Wahl der Wunschfrisur.

Auch bei großen Ohren oder Ohrläppchen kann eine Ohrenverkleinerung interessant werden. Denn durch schweren Ohrschmuck werden die Ohrläppchen größer und mit fortschreitendem Alter nehmen die Ohren auf natürliche Weise deutlich an Größe zu.

Im Erwachsenenalter kann eine Ohrkorrektur jederzeit vorgenommen werden, sofern nicht medizinische Gründe dagegen sprechen. Wegen einer anderen Beschaffenheit des Ohrknorpels beim Erwachsenen ist allerdings eine differenzierte Beratung zu den geeigneten Operationsverfahren wichtig. Gerade bei erwachsenen Patienten ist nicht selten eine Kombination verschiedener OP-Techniken in einer Operation sinnvoll / notwendig. 

OHRANLEGUNG - EINE EINZIGE OP-TECHNIK GENÜGT NICHT!

Bei Ohranlegungen wird häufig eine bestimmte Operationstechnik angewendet, für die sich der Operateur irgendwann einmal entschieden hat. Oft kommen dabei vergleichsweise einfache Methoden zum Einsatz. Das kann durchaus helfen, OP-Zeit und Kosten zu sparen. Doch die Korrektur der Ohrmuschel nach Größe, Form und Stellung ist eine vielschichtigere Angelegenheit, als es die Redensart "die Öhrchen anlegen" suggeriert.

Nicht ohne Grund gibt es für diesen Eingriff eine Vielzahl verschiedenster Techniken. Und das besagt vor allem eines: Es gibt leider nicht die eine OP-Technik für alle Ohrformen. Die angenehm einfache Idee von "one fits all" (eine Technik für alle) ist in der Realität dann doch zu einfach gedacht.

Vielmehr gibt es verschiedene OP-Techniken, die für unterschiedliche Ohrmuschelformen gut und für andere Veränderungen weniger gut geeignet sind. Der entscheidend wichtige Faktor in der Planung und Vorbereitung einer Ohrenkorrektur sind Sie. Gemeint ist die Beschaffenheit Ihrer Ohren.

Denn die Festigkeit des Ohrknorpels hat eine entscheidende Bedeutung für die Auswahl der geeigneten Operationstechnik. Und für die Notwendigkeit, diese Technik zu modifizieren und Ihren individuellen Gegebenheiten anzupassen.

Egal, ob es Ihnen um Ihre eigenen Ohren geht oder um die Ihres Kindes: Der Operateur Ihres Vertrauens sollte nicht nur eine, sondern verschiedene Operationsmethoden beherrschen. Denn für abstehende Ohren gibt es sehr unterschiedliche Gründe.

Für Interessierte: Für das medizinische Informationsportal info Medizin haben wir exklusives Bildmaterial einer Ohrenanlegung bereit gestellt. Hier geht es zur OP-Fotostrecke einer Ohrenanlegung.

OHREN-OP-TECHNIKEN - ÜBERSICHT

In der Praxis in Hamburg verwenden wir für Ohrenkorrekturen ganz unterschiedliche Operationstechniken. Je nachdem, wie der Ohrknorpel beschaffen ist und welche Formveränderung vorliegt. Das heißt, ob das Ohr beispielsweise absteht, weil das Knorpelrelief der Ohrmuschel unvollständig gerundet ist (unzureichende Anthelixfalte) oder ob dieses Knorpelrelief zu groß ist (tiefes Cavum conchae) und das Ohr deshalb absteht. Beides lässt sich mit unterschiedlichen Operationstechniken behandeln.

Grundsätzlich gehören dazu Techniken zur Anthelixfaltung und solche zur Cavumrotation bzw. Cavumreduktion sowie Techniken zur Ohrenverkleinerung oder Ohrläppchenverkleinerung. Dazu stehen uns Nahttechniken und verschiedene kombinierte Verfahren zur Verfügung, u.a. Knorpelausdünnung mit Nahttechnik, Ritz-Nahttechnik und Schnitt-Nahttechnik und die sog. chondroplastischen OP-Techniken (direkte Knorpelumformung).

Bei Kindern und Erwachsenen unterscheiden sich die Techniken zur Ohrenanlegung in der Regel. Bei dem festeren Knorpel des Erwachsenenohres ist es häufig sinnvoll, den Knorpel direkt umzuformen, sodass er sich dann quasi von selbst in die neue Form legt, anstatt ihn mit Nähten mehr oder weniger dazu zu zwingen. Aus diesem Grunde haben sich bei Erwachsenen besonders unsere chondroplastischen Operationsmethoden (siehe unten) bewährt.

Der Hautschnitt kann bei der Ohrkorrektur grundsätzlich an der Vorderseite oder an der Rückseite der Ohrmuschel erfolgen. Damit die späteren feinen Narben nicht sichtbar sind, bevorzugen wir den Zugang von der Rückseite oder einen kleinen Zugang versteckt unter dem Ohrmuschelrand auf der Vorderseite.

Nachfolgend finden Sie eine Beschreibung gängiger OP-Techniken zur Ohrenkorrektur mit Anmerkungen zu den wesentlichen Vor- und Nachteilen. Alle diese OP-Methoden sind in der Praxisklinik in Hamburg verfügbar.

Darüber hinaus sind wir ein wenig stolz, spezielle OP-Techniken zur Ohrenkorrektur selbst mitentwickelt bzw. weiterentwickelt zu haben. Näheres dazu erläutern wir Ihnen gerne bei einem persönlichen Gespräch in unseren Räumlichkeiten in Hamburg.

OP-TECHNIK - NAHTTECHNIK

Sehr weicher und gut biegsamer Ohrknorpel kann auf seiner Rückseite durch mehrere Fäden in die gewünschte Form gebracht werden (z.B. OP-Technik modifiziert nach Mustardé).

Vorteile: Relativ einfache und risikoarme Methode.

Nachteile: Die Ohrform sieht nicht immer natürlich aus. Nur bei weichem Knorpel brauchbar, fester Knorpel lässt sich allein durch Fäden nicht gut formen und nicht dauerhaft in Form halten. Da der Knorpel seine Eigenspannung behält, können die Fäden den Halt verlieren und die Ohren wieder abstehen (Rezidiv). Fäden sind Fremdkörper und können Wundheilungsstörungen und Fremdkörperreaktionen verursachen.

Modifikation: Nahttechniken mit zusätzlicher Knorpelausdünnung

Um den Knorpel besser formbar zu machen, besteht die Möglichkeit, ihn z.B. mit einer Diamantfräse auszudünnen, zu schwächen.

Vorteile: Damit lässt sich die Nahttechnik auch bei etwas festerem Knorpel durchaus noch anwenden.

Nachteile: wie zuvor.

OP-TECHNIK - SCHNITT-NAHTTECHNIK

Diese weit verbreitete OP-Technik basiert darauf, festeren Knorpel durch gezielt gelegte Knorpelschnitte auf der Rückseite und anschließende Nähte umzuformen (z.B. OP-Technik modifiziert nach Converse).

Vorteile: Auch festerer Knorpel kann so geformt werden.

Nachteile: Die Ohrform sieht nicht immer natürlich aus. Werden selbstauflösende Fäden verwendet, kann es wegen der weiter vorhandenen Knorpeleigenspannung zum erneuten Abstehen der Ohren kommen (Rezidiv). Fäden sind Fremdkörper und können Wundheilungsstörungen und Fremdkörperreaktionen verursachen.

OP-TECHNIK - RITZTECHNIK

Durch einen versteckt gelegten Schnitt wird die Haut tunnelartig von der Vorderseite der Ohrmuschel abgelöst. Durch feine Ritzschnitte auf der Vorderseite kann der Knorpel nach hinten gebogen werden (z.B. OP-Technik modifiziert nach Stentström).

Vorteile: Die Eigenspannung des Knorpels wird geschwächt, der Knorpel verbiegt sich dementsprechend auch ohne Haltefäden oder Nähte.

Nachteile: Das Ausmaß der Knorpelbiegung ist nicht genau vorhersehbar.

OP-TECHNIK - KNORPELUMFORMENDE TECHNIK

Nach dem Hautschnitt auf der Ohrrückseite wird die Vorderseite des Ohrknorpels freipräpariert. Anschließend werden, an die individuelle Situation angepasst, sehr feine Knorpelhaut-Knorpel-Schnitte angelegt. Die Ohrmuschel kann so in die gewünschte Form gebracht werden. Da auf diese Weise die Eigenspannung des Ohrknorpels aufgehoben ist, sind Haltefäden überflüssig. Die anfänglich weiche Ohrmuschel wird durch einen speziellen äußeren Verband für einige Zeit stabilisiert.

Vorteile: Natürliche Ohrform. Keine Haltefäden, damit keine fadenbedingte Infektionsgefahr.

Nachteile: Anspruchsvolle OP-Technik. Relativ ausgedehnte Operation. Spezieller äußerer Ohrverband erforderlich.

OP-TECHNIK - CHONDROPLASTISCHE TECHNIK (modifiziert nach Raunig und Arlt)

Knorpelumformende, sog. chondroplastische Techniken zur Ohrenkorrektur haben sich in unserer Praxisklinik in Hamburg besonders bewährt. Wir haben diese Technik gemeinsam mit Kollegen modifiziert und weiterentwickelt (weniger invasive Knorpelumformende Technik modifiziert nach Dr. Raunig und Dr. Arlt). 

Bei unserer Modifikation verzichten wir auf die Operation der Ohrmuschelrückseite. Stattdessen nutzen wir einen kleinen, versteckt gelegten Schnitt unter dem Ohrmuschelrand und lösen die Haut nur begrenzt und tunnelartig. Die Vorderseite des Ohrknorpels bearbeiten wir mit speziellen Diamantfeilen, dünnen sie aus und formen sie um. Dadurch biegt sich der Knorpel bereits in der OP nach hinten in die angestrebte Richtung und Form. Die neue Ohrform wird dann während der ersten Heilungsphase (2 Wochen) durch einen speziell befestigten Ohrmuschelverband gesichert. Dieser spezielle Verband ist schmal und kann problemlos z.B. unter einem Stirnband verborgen werden.

Vorteile: Durch die nur begrenzte Hautmobilisation bleibt die wichtige Durchblutung der Ohrmuschelrückseite komplett sichergestellt. Die Eigenspannung des Knorpels wird geschwächt, der Knorpel verbiegt sich dementsprechend nach hinten. Natürliche Ohrform. Keine Haltefäden, damit keine fadenbedingte Infektionsgefahr oder Fremdkörperreaktion.

Nachteile: Anspruchsvolle OP-Technik. Spezielles Instrumentarium. Vergleichsweise hoher OP-Zeitbedarf von ca. 1 Stunde pro Seite.

OP-TECHNIK - ROTATIONSTECHNIK

Die Ohrmuschel wird nach Entfernung von Bindegewebe hinter dem Ohr dichter an den Kopf herangebracht.

Vorteile: In Kombination mit den o.g. Anthelixtechniken sehr sinnvolle Methode. Nachteile: Wenn diese Technik allein angewendet wird (was leider nicht selten geschieht), stehen der obere Ohrpol und das Ohrläppchen ab, während der mittlere Teil oft zu stark angelegt ist (sog. telephone ear). Dadurch sieht die Ohrmuschel unnatürlich aus.

OP-TECHNIK - OHRLÄPPCHEN - oder OHRMUSCHEL-VERKLEINERUNG

Ist lediglich das Ohrläppchen vergrößert, z.B. durch schweren Ohrschmuck, so ist dies vergleichsweise leicht korrigierbar.

Ist die ganze Ohrmuschel vergrößert, z.B. anlagebedingt oder altersbedingt auf natürlicherweise größer geworden, muss das Knorpelgerüst der Ohrmuschel verkleinert werden. Das ist immer mit einem gewissen Aufwand verbunden und lässt sich nicht narbenfrei machen.

In der Praxisklinik Brahmsallee in Hamburg führen wir eine OP-Technik zur Ohrverkleinerung durch, bei der die Ohrmuschel bei Bedarf nicht nur verkleinert, sondern in der gleichen Operation auch angelegt werden kann.

NACHOPERATIONEN UND MEHRFACHOPERATIONEN DER OHRMUSCHEL

Ohrmuschel-Revisionen

Diese sog. Revisionsoperationen stellen ganz besondere Herausforderungen an die Fähigkeiten und das Einfühlungsvermögen des Operateurs. Zum einen ist die Anatomie durch die Voroperation(en) verändert und die Ausgangssituation häufig durch Narben oder Gewebedefekte und damit verbundene Knorpelkanten erschwert. Zum anderen befinden sich Patienten, bei denen Voroperationen nicht nach Wunsch verlaufen sind, nicht selten psychisch in einer angespannten Situation. Oft möchten sie „so schnell wie möglich nachoperiert“ werden und „endlich normal aussehen“.

Dazu müssen zunächst Vorschäden bzw. Folgen der Voroperation(en) so weit wie möglich beseitigt werden. Das durch die Nachoperation erzielbare Resultat hängt naturgemäß vom Ausgangsbefund ab. Einem in dieser Chirurgie versierten Operateur gelingt es jedoch häufig, eine Verbesserung zu erzielen. 

Wiederherstellende Ohrchirurgie

Defekte und auffällige Narben nach Verletzungen, Unfällen, Tumorerkrankungen oder durch Fehlbildungen der Ohrmuschel können sehr belasten. Ziel der rekonstruktiven plastischen Chirurgie ist es, Auffälligkeiten zu beseitigen und den ursprünglichen Zustand bzw. „Normalität“ so weit wie möglich herzustellen.

Ihre individuelle Situation und das für Sie persönlich angemessene Behandlungskonzept sowie erzielbare Resultate können wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch in unseren Räumlichkeiten in Hamburg erläutern. So können Sie sich über Möglichkeiten und Grenzen in Ihrer individuellen Situation informieren und Ihren behandelnden Arzt persönlich kennen lernen. Gerne vereinbaren wir einen persönlichen Beratungstermin für Sie.

DR. MED. AXEL ARLT

  • Doppelfacharzt für Plastische Chirurgie und HNO-Heilkunde, Plastische Operationen
  • Spezialist für Gesichtschirurgie, Nasenkorrekturen und schwierige Nasennachkorrekturen, Nasenscheidewand-Operationen
  • über 25 Jahre Erfahrung
  • Nasen-OP ohne Tamponaden
TEL    040 - 413 55 66 9
AUF EINEN BLICK
  • OP-Dauer: ca. 1 Stunde pro Seite
  • Narkoseart: örtliche Betäubung bei Kindern intravenöse Vollnarkose (TIVA)
  • Klinikaufenthalt: ambulant
  • Verband: Ohrmuschelverband unter einem Stirnband
  • Verbandabnahme: nach 1-2 Wochen
  • Fädenentfernung: durch feine resorbierbare Fäden i.d.R. nicht erforderlich
  • Gesellschaftsfähigkeit: i.d.R. nach 2 Wochen (mit Stirnbandverband deutlich früher)
Sprechzeiten

       Termine nach Vereinbarung.