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Schnarchen

Schnarchen - lästig für die Umwelt, schädlich für den Schnarcher


Wer schon einmal neben einem lauten Schnarcher einschlafen musste (oder muss), weiß, wovon die Rede ist: Schnarchen stört. Doch nicht nur den, der daneben liegt, sondern auch den Schnarcher selbst. Denn, wer schnarcht, kann sich im Schlaf nicht so gut erholen.

Daher sind Schnarcher oft tagsüber müde, können sich schlechter konzentrieren und sind weniger belastbar, u.U. leicht reizbar, trotz ausreichender Schlafstunden. Schnarchen - für andere ist es lästig, doch auch für die Schnarcher selbst ist eine Belastung und kann auf Dauer sogar schädlich sein.Schnarchen beeinträchtigt die eigene Lebensqualität. Vor allem Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche sind es, die jeden Schnarcher nachdenklich werden lassen sollten - sowohl im Interesse der Partnerin / der Partners als auch im Interesse der eigenen Gesundheit. 

Denn Schnarchen ist nicht nur ein harmloses „Kavaliersdelikt“, sondern eine gesundheitliche Störung. Besonders, wenn Atempausen während des Schlafes (sog. SAS = Schlaf-Apnoe-Syndrom) hinzukommen, sollte das unbedingt medizinisch untersucht und abgeklärt werden. 

GESUNDER SCHLAF

Schlafen ist gesund. Wir brauchen den Schlaf, um gesund zu sein und gesund zu bleiben. Wir können den Schlaf sogar nutzen, um gesund zu werden – nicht ohne Grund sagt der Volksmund: „Schlaf dich gesund“. 

Im gesunden Schlaf wechseln sich Traumphasen und Erholungsphasen ab. Beides braucht der Mensch - die Traumphasen, um die Ereignisse des Tages zu verarbeiten - die Erholungsphasen, um sich von den Belastungen des Tages zu erholen. 

Der Mensch ist keine Maschine. Dauerbelastungen tun ihm nicht gut. Sie gefährden seine Gesundheit und machen ihn schließlich krank. Deshalb ist ein erholsamer Schlaf für uns so wichtig und in diesem Zuge auch das Schnarchen zu behandeln.

SCHLAFSTÖRUNGEN

Jede Störung des Schlafes ist schädlich. Sei es von außen, z.B. Lärm, oder von innen, z.B. Schnarchen oder nächtliche Atempausen. Schlafstörungen schwächen den Körper und können ihn auf die Dauer krank machen. 

Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, Störungen des Hormonhaushaltes, Kopfschmerzen, Racheninfekte usw. .

SCHNARCHEN UND SCHLAF-APNOE – URSACHEN

Man unterscheidet obstruktive und zentrale Atemstörungen. Obstruktive Atemstörungen sind durch Beeinträchtigungen der Atemwege bedingt (z.B. Engstellen oder Instabilitäten). Sie sind grundsätzlich z.B. durch physikalische oder operative Therapien behandelbar. Zentrale Atemstörungen sind vereinfacht ausgedrückt im weitesten Sinne durch eine Fehlregulation des Atemzentrums im Gehirn bedingt. Sie werden nicht operativ, sondern z.B. medikamentös behandelt. 

Am häufigsten findet man sog. kombinierte Atemstörungen, d.h. zugleich obstruktive und zentrale Störungen in unterschiedlicher Gewichtung. Daher ist zunächst eine diagnostische Abklärung wichtig, um damit die jeweils richtigen Behandlungsverfahren auswählen zu können. 

Schnarchen und Schlaf-Apnoe sollten aus diesem Grund sowohl internistisch (ggf. neurologisch) als auch HNO-ärztlich (ggf. kieferorthopädisch / kieferchirurgisch) abgeklärt und ggf. gemeinsam behandelt werden. 

GAUMENSEGEL UND GAUMENZÄPFCHEN

Im Schlaf entspannen nicht nur wir sondern auch unsere Muskulatur. Dadurch erschlafft der Rachenraum und wird enger. Beim Schlafen in Rückenlage kann es sogar zu einem regelrechten Kollabieren des Rachenraumes kommen. Bei sehr vielen Schnarchern sind zusätzlich das Gaumensegel (sog. Velum) und das Gaumenzäpfchen (sog. Uvula) verlängert und erschlafft. Im Luftstrom der Atmung entstehen dadurch Atemgeräusche, obstruktives Schnarchen. 

Therapeutisch kann in solchen Fällen eine Straffung des Gaumensegels Abhilfe schaffen, ggf. kombiniert mit einer Kürzung des Gaumenzäpfchens. Neben den klassischen chirurgischen Operationen der Gaumensegelplastik gibt es dafür heutzutage sehr schonende, minimal invasive Methoden. 

In unserer Praxis in Hamburg verwenden wir v.a. die sog. Radiofrequenzmethode. Dadurch lässt sich (ohne chirurgische Schnitte) eine innere Straffung der Gaumensegelmuskulatur erreichen. Dazu wird in einer kurzen Rauschnarkose (wenige Minuten) eine feine Sonde in den Gaumenbogen eingebracht. Durch Applikation der Radiofrequenzwellen wird anschließend fein dosiert die Gaumenmuskulatur gestrafft. Eine Abschaltautomatik im Gerät sorgt dabei dafür, dass das Gewebe nicht überhitzt wird. 

ATEMSTÖRUNG - NASE UND NASENRACHEN

Behinderungen der Nasenatmung können Schnarchen oder Schlaf-Apnoe nach sich ziehen. Deshalb sollte bei Schnarchern unbedingt auch die Nase untersucht werden. Ursachen können z.B. sein, atemrelevante Verbiegungen der Nasenscheidewand (Septumdeviationen), Vergrößerungen der Nasenmuscheln (Muschelhyperplasien), Nebenhöhlen-Erkrankungen (Sinusitis), Schleimhaut-Erkrankungen, Polypen (Polyposis nasi), Allergien (z.B. Heuschnupfen) u.v.a. 

Bei Kindern sind häufig die im Volksmund sogenannten „Polypen“ (medizinisch Adenoide) vergrößert. Dadurch wird die Nasenatmung oft derart beeinträchtigt, dass die betroffenen Kinder schnarchen. Werden diese Adenoide entfernt, oder bilden sich von allein zurück, hört das Schnarchen oft sofort auf. 

Auch bei Erwachsenen können seltenerweise Raumforderungen im Nasenrachenraum vorliegen, die ebenfalls Ursache für Schnarchen sein können. Das sollte in jedem Falle durch eine HNO-ärztliche Untersuchung abgeklärt werden. 

SCHNARCHEN - BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

In vielen Fällen ist eine Erschlaffung des Gaumensegels, ggf. in Kombination mit einem langen Gaumenzäpfchen die Ursache für das Schnarchen. Therapeutisch kann in solchen Fällen eine Straffung des Gaumensegels Abhilfe schaffen, ggf. kombiniert mit einer Kürzung des Gaumenzäpfchens. Neben den klassischen chirurgischen Operationen der Gaumensegelplastik (sog. UVPP = Uvulo-Velo-Pharyngo-Plastik) gibt es dafür heutzutage sehr schonende, minimal invasive Methoden. 

Wir verwenden in unserer Praxis in Hamburg v.a. die sog. Radiofrequenzmethode. Dadurch lässt sich (ohne chirurgische Schnitte) eine innere Straffung der Gaumensegelmuskulatur erreichen. Dazu wird in einer kurzen Rauschnarkose (wenige Minuten) eine feine Sonde in den Gaumenbogen eingebracht. Durch Applikation der Radiofrequenzwellen wird anschließend fein dosiert die Gaumenmuskulatur gestrafft. Eine Abschaltautomatik im Gerät sorgt dabei dafür, dass das Gewebe nicht überhitzt wird. 

Bei manchen Schnarchern liegen zugleich eine Gaumensegelerschlaffung, eine Verlängerung des Gaumenzäpfchens und eine Nasenatmungsbehinderung vor. In solchen Fällen kann die Radiofrequenzmethode auch mit einer Korrektur der Nase (z.B. Nasenscheidewandkorrektur) kombiniert werden. 

DR. MED. AXEL ARLT

  • Doppelfacharzt für Plastische Chirurgie und HNO-Heilkunde, Plastische Operationen
  • Spezialist für Gesichtschirurgie, Nasenkorrekturen und schwierige Nasennachkorrekturen, Nasenscheidewand-Operationen
  • über 25 Jahre Erfahrung
  • Nasen-OP ohne Tamponaden
TEL    040 - 413 55 66 9
AUF EINEN BLICK
  • OP-Dauer: Gaumensegelstraffung wenige Minuten, mit Uvulakürzung ca. ½ Stunde
  • Narkoseart: kurze Rauschnarkose und Tumeszenz-Lokal-Anästhesie (TLA) 
  • Klinikaufenthalt: ambulant 
  • Verband: keiner
  • Fädenentfernung: keine oder selbstauflösend
  • Gesellschaftsfähigkeit: i.d.R. nach 3 Tagen - 1 Woche
Sprechzeiten

       Termine nach Vereinbarung.