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Septumperforation

Eine zeitaufwendige OP für Nasenchirurgen mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl

Der Verschluss eines Loches der Nasenscheidewand (Septumperforationsplastik) ist eine nasenchirurgische Höchstschwierigkeit. In der Kombination mit der äußeren Nasenkorrektur gehört dieser sehr zeitaufwendige Eingriff fraglos zu den schwierigsten Nasenoperationen. 

Selbst erfahrene Operateure benötigen für diese rekonstruktiven Eingriffe sehr viel Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl. Die OP ist also anstrengend und für viele Operateure zudem unattraktiv (geworden). Denn der große Aufwand und Zeitbedarf für den Nasenchirurgen steht im krassen Missverhältnis zur unangemessenen Vergütungsregelung der Versicherungsträger / Krankenkassen.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sich heute nur noch wenige Operateure auf hohem Niveau mit dem operativen Verschluss von Septumperforationen beschäftigen. 

BESCHWERDEN DURCH NASENSCHEIDEWANDLOCH

Nasenscheidewandlöcher gehören zum Glück zu den eher seltenen Nasenerkrankungen. Anfangs verlaufen sie oft asymptomatisch, d.h. sie verursachen zunächst keine Beschwerden. Kleinere Löcher können sich durch ein pfeifendes Geräusch beim Ein- und Ausatmen bemerkbar machen. 

Im weiteren Verlauf nehmen die Beschwerden dann allerdings in der Regel zu. Ab einer gewissen Größe führen Septumperforationen zu einer Behinderung der Nasenatmung. Denn durch das Loch wird der Luftstrom in der Nase umgelenkt und verwirbelt. Das erschwert die Atmung z.T. ganz erheblich und führt zu einer Austrocknung der Nasenschleimhaut. Die Folgen sind chronische Entzündungen der Nase, lästige Krustenbildung, häufiges und z.T. heftiges Nasenbluten und Kopfschmerzen. Auch die Klimatisierung der Atemluft wird nachhaltig beeinträchtigt. 

URSACHEN LÖCHER IN DER NASENSCHEIDEWAND

Löcher in der Nasenscheidewand können unterschiedliche Gründe haben: 

Die häufigste Ursache sind Komplikationen bei vorausgegangenen Nasenscheidewandoperationen. Bei diesen sog. Septumplastiken sollte eigentlich so vorsichtig operiert werden, dass die Schleimhaut dabei intakt bleibt. Dennoch lassen sich Verletzungen der Schleimhaut nicht immer ganz vermeiden, besonders bei schwierigen Operationen an der Nasenscheidewand, z.B. stark verbogene, scharfkantige oder bereits voroperierte Nasenscheidewände. 

Kleinere Verletzungen der Schleimhaut sind dabei normalerweise kein Problem, denn sie heilen in der Regel folgenlos ab. Ungünstig gelegene oder schwere Schleimhautverletzungen können allerdings als Komplikation eine Septumperforation nach sich ziehen. Ein erfahrener Nasenchirurg wird deshalb das Problem bereits bei der Erstoperation erkennen und entsprechend sorgfältig vernähen. 

Ursachen für Schleimhautverletzungen und Nasenscheidewandlöcher können auch Gefäßerkrankungen (z.B. Wegener Granulomatose), Unfälle oder starke chronische Entzündungen (z.B. durch Einatmen von giftigen oder ätzenden Substanzen) sein. 

Nicht zu unterschätzen ist außerdem das Risiko einer Lochbildung in der Nasenscheidewand durch Drogenkonsum (z.B. Kokainschnupfen) oder durch fortgesetzte mechanische Manipulationen („bohrender Finger“). 

ERKRANKUNGSVERLAUF

Ein einmal bestehendes Loch in der Nasenscheidewand schließt sich nicht von allein. Ganz im Gegenteil, Septumperforationen werden i.d.R. mit der Zeit langsam größer. Denn im Randbereich des Loches ist die Schleimhaut nur sehr schlecht durchblutet. Auf Dauer trocknet sie immer mehr aus und kann der Überlastung irgendwann nicht mehr Stand halten. Oft kommt es dann auch zu einer Verstärkung der Beschwerden.

Das Hauptproblem besteht allerdings darin, dass sich Septumperforationen ab einer gewissen Größe nur noch mit hohem Risiko oder gar nicht mehr operativ verschließen lassen. Ein möglicher Operationszeitpunkt sollte deshalb nicht verpasst werden. Daher empfiehlt es sich, ein bestehendes Loch in der Nasenscheidewand von einem Facharzt kontrollieren zu lassen und ggf. rechtzeitig von einem entsprechenden Spezialisten operieren zu lassen. 

OP-TECHNIK SEPTUMPERFORATION

Der Verschluss eines Nasenscheidewandloches stellt eine Höchstschwierigkeit für den Nasenchirurgen dar. Diese Operation ist sehr zeitaufwendig und fordert vom Operateur volle Konzentration und sehr viel Geduld. 

Im Bereich der Septumperforation besteht sowohl ein Defekt in der Schleimhaut, als auch im Knorpel der Nasenscheidewand. Beides muss beim Verschluss rekonstruiert werden. 

Dazu werden große Schleimhautlappen aus dem Nachbarbereich um die Perforation präpariert. Da die Schleimhaut dort sehr dünn und verletzlich ist, muss das mit viel Geduld und Ruhe erfolgen. Denn von der Qualität dieser Schleimhautlappen hängt entscheidend ab, wie gut sich die Perforation verschließen lässt. 

Anschließend wird der Knorpeldefekt rekonstruiert. Dafür reicht das noch vorhandene Gewebe der Nasenscheidewand oft nicht mehr aus, so dass für entsprechenden Ersatz gesorgt werden muss. 

Operationen zum Verschluss eines Nasenscheidewandloches sind immer aufwendig und mit einem gewissen Risiko verbunden. Dennoch lassen sich bei geeigneter OP-Technik und sehr sorgfältiger Durchführung viele Perforationen operativ verschließen. 

Die Erfolgsaussichten hängen allerdings neben dem Operateur ganz entscheidend von der Größe der Perforation und vom Zustand der Nasenschleimhaut ab. Deshalb ist uns eine sorgfältige Voruntersuchung und Klärung der individuellen Gegebenheiten in unserer Praxis in Hamburg so wichtig. 

Oft kann auch durch eine intensive Vorbehandlung versucht werden, die Schleimhautsituation und damit die Erfolgsaussichten zu verbessern. Deshalb ist es ratsam, diese Eingriffe mit ausreichend zeitlichem Vorlauf zu planen. 

NASENOPERATIONEN VOM SPEZIALISTEN

Dr. Arlt ist Doppel-Facharzt - in der Plastischen Chirurgie und in der HNO-Heilkunde mit den Zusatzbezeichnungen Plastische Operationen, Spezielle Kopf-Hals-Chirurgie und Allergologie. Er hat sich ausschließlich auf das Gesicht spezialisiert. 

Sein persönliches Spezialgebiet ist die Nasenchirurgie (funktionell und ästhetisch) und die Sekundäre Rhinoplastik (Nachoperation andernorts voroperierter Patienten). 

Entsprechend häufig führen wir in unserer Praxis in Hamburg Nasenkorrekturen durch. Mehr als die Hälfte davon sind Nachoperationen bereits andernorts voroperierter Patienten. 

Bei Erstoperationen an der Nase (Primäre Rhinoplastik) sollen / müssen in der Regel funktionelle und ästhetische Korrekturen kombiniert in einem Eingriff erfolgen. Nachoperationen an der Nase (Sekundäre Rhinoplastik) erfordern zusätzlich Techniken der rekonstruktiven Nasenchirurgie und besondere Erfahrung auf diesem Gebiet. 

Nasenkorrekturen sind etwas für Spezialisten. Die doppelte Facharztausbildung in der Plastischen Chirurgie und in der HNO ist die ideale Basis dafür. Hinzu kommen mehr als 25 Jahre Erfahrung und moderne, strukturerhaltende Nasen-OP-Techniken. 

Hier finden Sie mehr zum Thema Primäre Rhinoplastik (Erstoperation).
Hier finden Sie mehr zum Thema Sekundäre Rhinoplastik (Nachoperation).

DR. MED. AXEL ARLT

  • Doppelfacharzt für Plastische Chirurgie und HNO-Heilkunde, Plastische Operationen
  • Spezialist für Gesichtschirurgie, Nasenkorrekturen und schwierige Nasennachkorrekturen, Nasenscheidewand-Operationen
  • über 25 Jahre Erfahrung
  • Nasen-OP ohne Tamponaden
TEL    040 - 413 55 66 9
AUF EINEN BLICK
  • OP-Dauer: ca. 3-4 Stunden
  • Narkoseart: Intravenöse Vollnarkose (TIVA) und Tumeszenz-Lokal-Anästhesie (TLA) 
  • Klinikaufenthalt: OP-Tag und 1 Nacht in der Praxisklinik 
  • Verband: äußere Nasenschiene für 2 Wocheninnere Schleimhaut-Schutzfolien für 3 Wochen
  • Tamponaden: keine
  • Duschen: ab dem Morgen nach der OP
  • Haare waschen: ab dem 3. Tag nach der OP
  • Fädenentfernung: innere Fäden selbstauflösend, eventuelle äußere Fäden nach ein bis zwei Wochen
  • Verbandabnahme: nach 2 Wocheninnere Folienentfernung nach 3 Wochen
  • Gesellschaftsfähigkeit: i.d.R. nach 2-3 Wochen
Sprechzeiten

       Termine nach Vereinbarung.